Polizeigewalt, Rassismus, „The Haves and Have Nots“ im „Land of the Free“ – und die EU?

Über Jahre hinweg sähte Trump Hass, nun erntet er. Vergessen ist die Coronakrise, die explodierende Arbeitslosigkeit, vergessen die außenpolitischen Inkompetenzen, die Aufkündigung von WHO-Kooperationen, Amerika ist komplett mit sich selbst beschäftigt und der #SoCalledMrPresident kann sich einmal mehr als Macher präsentieren. Keine Woche ohne ein neues Thema, Hauptsache ablenken von den eigentlichen Themen und dem eigenen Unvermögen, in dem Land, welches niemals das Land of the Free gewesen ist – leider. Und was macht Europa?

Selbst kein Fan von Trevor Noah, finde ich das folgende Video dennoch sehr sehenswert, weil es einerseits ehrlich erscheint und zudem gut darstellt, was die USA von heute ausmacht – kaum überwindbare Gegensätze:

George Floyd, Minneapolis Protests, Ahmaud Arbery & Amy Cooper | The Daily Social Distancing Show

Aber auch die EU steht vor frappierend ähnlichen Problemen.

Ein kleines, ganz persönliches Beispiel: Während ich Corona-Hilfe beantragte und einen Teil davon nun genehmigt bekam, verdient meine Cousine in Kroatien in einem Jahr (!) nicht so viel, wie ich auf einmal als Soforthilfe ausgezahlt bekomme. Ich möchte nicht undankbar sein, im Gegenteil: DANKE! Das hilft mir/meiner Firma wirklich sehr! Aber ein sogenannt „vereintes“ Europa, das solche Gegensätze – solche extremen Gegensätze – zulässt, läuft in dieselben Fallen, wie die „Vereinigten“ Staaten von Amerika. So werden „wir“ nie vereint (sein). Können wir gar nicht, da sich ein (großer) Teil der Bevölkerung immer ausgeschlossen vorkommen wird. Die ewige Karotte vor der Nase funktioniert nicht (mehr), vor allem nicht, wenn diese bereits schimmelt.

Dabei kopieren wir fast überall dieselben Fehler wie „die“ USA: Abschottung der Außengrenzen. Extremste Gehaltsgefälle (selbst innerhalb eines Landes, geschweige denn EU-weit). Ungerechte und zu komplexe Steuersysteme. Überbordende Bürokratie. Machtlosigkeit (oder Unwille) gegenüber global agierenden Konzernen. Militarisierung der Polizei, und so weit und so fort…

Ganz zu schweigen von politischen Machtkämpfen und die Verwendung von Worten und Ausdrücken, die eine Spaltung nicht nur in den Köpfen der Menschen erzeugen, zum Teil sogar erzwingen, sondern diese Spaltung auch verbal untermauern und damit zementieren.

Aktuell sehe ich keine Antworten, weniger denn je in den letzten dreißig Jahren meinen „politischen Denkens“, auf (diese „geborgten“) Fragen wie: Wie geht es weiter? Wie kann man am besten leben? Wo kann man am besten Leben? Wie bereitet man die Kids am besten fürs Leben vor?

Es scheint keinen Plan zu geben den man folgen könnte, keine Sicherheit(en) mehr (?) – für gar nichts.

Allerdings hinterlassen Untätigkeiten seitens der USA und der EU Vakuumblasen in der politischen Welt, welche im Moment vor allem ein Land füllt: China, China und, genau, China.

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